5.12.2016 KNUT

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Heute wäre Eisbär Knut 10 Jahre geworden………….wie gerne hätte ich das erlebt, wahrscheinlich wir alle.

Es begann wie ein kleines Märchen, als am 5.12.2006 Eisbärin Tosca zwei Babys geboren hatte. Eins starb kurz nach der Geburt, aber auch das andere Baby wollte sie nicht annehmen. Tierpfleger Thomas Dörflein fasste sich ein Herz und rettete den Winzling. In dem Moment begann eine einzigartige Geschichte, denn Knut wurde von Thomas Dörflein von Hand aufgezogen. Der Tierpfleger zog einige Monate in den Zoo, um den Bären versorgen zu können. Doktor Schüle war ständig dabei. Die erlösende Nachricht kam sehr schnell – Knut hat es geschafft und war kräftig genug. Der RBB verfolgte die Geschichte hautnah und präsentierte regelmäßig Videos.

Ende März 2007 wurde Knut der Öffentlichkeit präsentiert – der Hype ging nun richtig los. Menschen aus der ganzen Welt kamen nach Berlin, nur um Knut zu sehen. Es gab einen RBB Blog und drei private Blogs, in denen regelmäßig über Knut berichtet wurde. Einer davon war mein Blog – am 31.3.2007 sah ich Knut zum ersten Mal ❤

Jede freie Minute habe ich im Zoo verbracht, besonders am Wochenende. Selbst im Winter bei -10 Grad am Tag standen wir am Gehege. Oder zu Pfingsten wird der Zoo extra früher aufgemacht – um 7 Uhr standen wir bei Knut. Ungefähr bis November 2007 spielte Thomas Dörflein noch mit Knut am frühen Morgen – unvergessene Momente, wenn man das miterleben durfte. Die beiden waren ein Herz und eine Seele, sie verband eine unendliche Liebe, die man beiden anmerkte. Es mag komisch klingen, wie soll man einem Eisbär Liebe anmerken ……….man hat es gesehen ❤ Alle, die das Dreamteam live erleben durften, werden es gespürt haben.

Ein weiteres Highlight war dann die Zusammenführung mit Eisbärin Giovanna aus München, dort wurde die Anlage gebaut. Was war das aufregend am Anfang ……unser schüchterne Knut, der gar nicht wußte, wie ihm geschah und der kleine Wirbelwind Gianna. Aber sie war geduldig und irgendwann vertrauten sie einander – Knut seine erste Liebe und leider auch seine einzige. Das Paar war traumhaft anzusehen ❤

Danach kommt der Teil der Story, der nicht mehr so schön ist. Es begann damit, daß Thomas Dörflein viel zu früh verstarb. Er konnte nicht mehr dafür sorgen, daß Knut in einen guten Zoo kommt. So wurde Eisbär Lars abgegeben und Knut kam zu den „Golden Girls“ Tosca, Nancy und Katjuscha – eben auch zu seiner eigenen Mutter, der dieser Umstand aber nicht bewußt war. Hier streiten sich nun die Meinungen bis heute – es reicht von „unverantwortliche Zusammenführung“ bis hin zu „irgendwann vertragen sie sich alle“………mehr mag ich dazu gar nicht sagen.

Denn viel zu sehr im Herzen sind die Momente mit Thomas Dörflein, seine ersten zwei Jahre als Eisbär und die traumhaften Monate mit Gianna ❤

Passend zum heutigen Tage veranstalteten die Freunde Hauptstadtzoos einen Fotowettbewerb.

https://www.facebook.com/events/1323058741046264/

Mit dem Foto habe ich den ersten Platz erreicht, das freut mich total 🙂

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Veröffentlicht am 5. Dezember 2016 in Allgemein und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 20 Kommentare.

  1. Liebe Marion!

    Vielen Dank für Deine Erinnerungen an Knut! Das war eine unvergessliche Zeit und ich bin froh, es miterlebt zu haben. Leider war die Zeit viel zu kurz…

    Ich wünsche Dir eine gute und stressfreie Woche!
    Liebe Grüße
    Yeo

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  2. Lieber Marion,

    sehr schön,hab lieben Dank!

    LG Brigitte.

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  3. Liebe Marion,
    sehr schön, wie du die Erinnerungen an Knut zusammen gefasst hast.
    Zum ersten Preis beim Fotowettbewerb gratuliere ich recht herzlich.
    Du hast viel tolle Porträts von Knut gemacht und dieses gehört mit zu den besten von allen!

    Herzliche Grüße
    Britta-Gudrun

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  4. Immerhin hat sich Knut mit seiner Mutter verstanden.
    Die eigentliche Katastrophe in diesem Winter war die
    völlig verdreckte Anlage. Alle Bären waren krank. Ich
    erinnere mich, dass Nancy starken Durchfall hatte
    und Kati hustete. Knut saß ja immer unten am
    Wasser, und da wird er sich auch den Virus
    eingefangen haben aus dieser Dreckbrühe.
    Eine Schande, was Dr.B damals alles
    verantwortet hat. Zum Glück hat der
    Zoo jetzt ein neues Management!
    Man kann es nicht mehr ändern,
    aber damals sind noch mehr
    schlimme Sachen passiert…

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    • Da vermischt du aber ein paar Dinge……die Probleme, die von Dr.B. ausgingen und die Probleme, die von den Tierpflegern ausgingen.
      Hinzu ist es nicht so, daß die Bären dauerkrank waren. Ich will sicher nicht Dr.B. in Schutz nehmen, aber ich versuche eine gewisse Objektivität zu behalten.

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      • Ich vermische gar nichts, ich habe es gesehen und bleibe bei meinem Statement! Egal wer die hygienischen Verhältnisse damals zu verantworten hatte – die Zustände im Eisbären-Gehege im Winter 2010/11 waren skandalös und lassen sich auch bis heute durch Video- und Fotomaterial klar belegen, wenn man es denn sehen will. Sorry! 🙄

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      • Klar, man glaubt Fotomaterial mehr als Menschen, die regelmäßig im Zoo waren. Da rede ich jetzt nicht nur von mir.
        Und keine Angst, ich habe in den ganzen Jahren hingesehen und muss mir den Vorwurf nicht gefallen lassen “ nicht hinsehen zu wollen“.

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      • Ich rede nicht von Fotos, ich war selbst im Zoo – die Videos habe ich erwähnt, weil dort dokumentiert ist, wie das Wasser aussah und dass alle Bären husteten. Wenn Knut oder Tosca aus dem Wasser kamen, waren sie gelblich bis braun von der Dreckbrühe. Die Anlage war vollgekotet, Nancy hatte starken Durchfall und wurde teilweise hinter den Kulissen behandelt. Erst nach Knuts Tod wurde endlich das Wasser abgelassen und alles gesäubert. Etwas spät, wie ich finde. Dieser Winter auf der großen Anlage war ein einziges Desaster und ich laste es Dr.B. an und nicht den Pflegern. Wäre Knut auf seiner kleinen Anlage geblieben, dann hätte man, wie sonst immer, das Wasser bei den Ladies abgelassen. Die ganze verfrühte Zusammenführung war Blödsinn, Knut noch nicht geschlechtsreif – was sollte er bei den alten Damen? Die bescheuerten „Knut soll in Berlin bleiben“ Leute haben ihm eine andere Zukunft in Orsa oder Gelsenkirchen verbaut. Dort wäre damals Platz gewesen… aber vergiss es, rede dir in der Verklärung die Vergangenheit schön – auch gut. Ich weiß jedenfalls, was ich gesehen habe und andere wissen es auch…

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      • Warum jetzt so angreifend ? “ rede dir in der Verklärung die Vergangenheit schön “ Ich weiß auch, was ich gesehen habe…..ach nein, stimmt ja, ich war ja gaaaanz selten im Zoo und habe Knut kaum erlebt. Kopfschüttel 😦 Der Punkt in dem wir überein stimmen, ist die Tatsache, daß Knut niemals in Berlin hätten bleiben sollen. So wie Thomas Dörflein es gesagt hat. Ach Mensch, das weiß ich natürlich auch nicht, ich war ja nie im Zoo.

        Schade, bisher war es eine normale Diskussion. Aber das solltest du von damals noch sehr genau wissen, ich lasse mich sicher nicht angreifen oder beleidigen – dann wehre ich mich.

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      • Wer hat dich beleidigt, ich bestimmt nicht??? Aber ich lasse mir nicht ausreden, was ich in diesem Winter gesehen habe. Nicht auf Fotos, sondern live am Gehege. Die Videos habe ich erwähnt, damit Du sie dir nochmal ansiehst und den Dreck vielleicht bemerkst, der in den Ecken schwamm und das gelb-orange Fell, wenn die Bären aus dem Wasser stiegen. In allen Foren wurde damals über die kranken Bärinnen diskutiert. So lange ist es doch noch nicht her, dass Du es dir jetzt alles schön redest (nur weil Du Zoo-Aktionärin bist).

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      • Was soll der letzte Satz ??? Was hat meine Zoo-Aktie damit zu tun ??

        “ aber vergiss es, rede dir in der Verklärung die Vergangenheit schön – auch gut.“ – in der Verklärung – so muss man nicht reden, soviel zum Thema Angriff

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      • sei doch nicht so empfindlich 😉

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      • Das hat nichts mit Empfindlichkeit zu tun, so redet man einfach nicht.
        Und was hat nun meine Zoo Aktie damit zu tun ? Ich bin als Aktionärin kein anderer Mensch, hinzu unterstütze ich einfach den Zoo Berlin

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      • hat ja auch niemand was dagegen, wir sind etwas vom Thema abgekommen 😉

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      • „So lange ist es doch noch nicht her, dass Du es dir jetzt alles schön redest (nur weil Du Zoo-Aktionärin bist).“

        Das waren deine Worte ! Es hat aber so gar nichts mit dem Thema zu tun.

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      • Ach Marion, Du hast einfach keinen Humor.

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      • Du musst es ja wissen, weil du mich auch sooooo gut kennst. Das hat null mit Humor zu tun.

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      • Du kennst halt meine Art von Humor nicht 😉

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      • Habe ich auch nie behauptet zu kennen. Ist auch hier nicht notwendig.

        Damit ist für mich die „Diskussion“ beendet.

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      • Tschüssikowski

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